Aktuelles aus und um das Taubergießen


Projekt Rhinaissance: Machbarkeitsstudie vorgestellt

Ende September 2022 wurde die Machbarkeitsstudie "Rhinaissance" im französichen Ort Rhinau vorgestellt. Sie zeigt auf, dass eine naturnähere Gestaltung des Rheins im grenzüberschreitenden Naturraum Taubergießen und Ile de Rhinau möglich ist. Sie legt außerdem dar, dass die Umgestaltung als Anpassung an den Klimawandel auch wichtig wäre.

Im Rahmen der Studie wurden drei Szenarien mit kurz-, mittel-und langfristiger Zeithorizonten erarbeitet. Im März 2022 verständigte sich der Lenkungsausschuss auf eine Pionier- oder Einstiegsvariante, die vertieft und weiterentwickelt werden soll. Diese Pioniervariante schlägt die stellenweisen Entfernung des harten Uferverbaus, die Schaffung von Inseln, eine bessere Anbindung von Altrheinarmen an den Hauptstrom und die Beseitigung von Wanderhindernissen durch Fischaufstiegen an den festen Schwellen vor.

Im Film von Serge Dumont erhalten Sie einen Überblick möglicher Maßnahmen (deutsch/französisch).

(Foto: Blaue Holzbiene auf Natterkopf, M Kauber)

 

Mehr Informationen auf der Webseite des Regierungspräsidiums.


Fernsehbeitrag vom 28.07.2022 zum Erweiterungsvorhaben des Europa Parks


Demo am Sonntag 3. Juli 2022 für den Erhalt der Natur- und Artenvielfalt im Taubergießen und seiner Umgebung

Treffpunkt 1: 11:00 Uhr in Rhinau Tourist-Info mit Pressetermin
Picknick mit unseren franzsischen Freunden anschließend Fahrrad-Demo über Kappel nach Rust zum Europa-Park


Treffpunkt 2: 14:30 Uhr in Rust auf der Bachbrücke/Austraße
Kundgebung vor dem Skaterplatz

 

Mehr Infos hier.

 

 (29.06.2022)


Keine Seilbahn im Taubergießen

Brief an Winfried Kretschmann

Unser Vorsitzender des NABU Südbaden, Martin Neub, hat einen Brief an den Ministerpräsidenten geschrieben, in dem er ihn auffordert, die Pläne einer Seilbahn über das Taubergießen aufzugeben. "Die Querung des Taubergießen durch die Seilbahn, bleibt für den NABU inakzeptabel. Das Gebiet ist einer der letzten Rückzugsräume für die Natur am Rhein. Urwaldartige Auenwälder, stehende und fließende Gewässer, Uferzungen, Wiesen und Halbtrockenrasen beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten. Allein etwa 220 verschiedene Vogelarten wurden hier nachgewiesen."

 

Er verwahrt sich in dem Brief an Kretschmann auch gegen den Vorwurf, die Naturschutzverbände hätten, als sie gegen das Projekt votierten, nicht genau gewusst, um was es ginge. Angesichts der großen Nord-Süd-Ausdehnung des Gebiets sei es nicht möglich, eine Seilbahn zu bauen, ohne das Gebiet zu queren. Dies wurde den Umweltverbänden im Rahmen eines Gesprächs mit dem Europapark bestätigt.

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Pressemitteilung_Brief_Kretschmann_Taubergießen_Seilbahn
2020-11-25 Taubergießen.pdf
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